Südkurier vom 12.10.2009

Cocktails können auch süchtig machen

Mit Cocktails ist das immer so eine Sache: Manchmal sind sie zu süß oder zu herb, manchmal zu spritzig oder zu fruchtig. Wenn aber sowohl Zutaten als auch Mischungsverhältnis stimmen, dann gehen sie so richtig unter die Haut und können durchaus auch süchtig machen. Davon durften sich die begeisterten Zuschauer am Freitagabend im übervollen Atrium überzeugen.

Dass ihr Name Programm ist und dass sie für manche musikalische Überraschung gut sind, das haben die „SAM Puschaps“ bereits bewiesen. Jetzt wagten die A-cappella-Sängerinnen Marita Hasenmüller, Angelika Fischer und Sabine Hauke den gemeinsamen Auftritt mit den Vollblut-Instrumentalisten Rolf Frambach, Klaus Bernatz und Harald Fuchsloch. Mal Stimme pur, mal in Gitarre, Bass und Drums eingebettet, ein abendfüllendes Programm, das groovte und erhebend war – wie eben jenes Männer-Phantasien-anheizende Kleidungsstück, das vielleicht auch bei der Namensgebung eine kleine Rolle gespielt hat.

Auf eine fixierte Stilrichtung lassen sich Marita (Sopran), Angelika (Mezzosopran) und Sabine (Alt) nicht festschreiben. Swing? Pop? Jazz? Es darf auch ein bisschen Latin sein. Entscheidender ist viel mehr die Erkenntnis, dass sich das Trio stimmlich ergänzt und dass es ihm immer wieder gelingt, den rhythmischen Spielball in unaufdringlicher Weise hin und her zu werfen. Bei Ben Kings legendärem „Stand by me“ etwa wechseln Klangfarben wie Leadstimmen und fließen ineinander über. In „Closed Harmony“ zeigen sich die Drei von einer ganz anderen Seite und lassen ihre Stimmlagen in engen Akkorden sich harmonisch entfalten.

Natürlich erkennt man in vielen gelungenen Arrangements die kompositorische Hand Marita Hasenmüllers. Von der Dominanz der einen oder anderen Stimme kann jedoch keine Rede sein. Das ist gut so und wird vom dankbaren Publikum auch entsprechend honoriert. Wenn Sabine Hauke ihren Fans klar macht, dass sie keine Schokolade, sondern lieber einen Mann will, wenn Angelika Fischer in bester Marianne-Rosenberg-Manier erläutert, wer eigentlich zu wem gehört, oder wenn der gemeinsame Manhattan-Transfer-Zug und der Chattanooga Chu Chu so richtig abgehen, dann bleibt im Saal kein Fuß mehr an seinem Platz.

Als eine von drei kräftig erklatschten Zugaben gibt's ein wunderschönes, a-cappella gesungenes „Am Brunnen vor dem Tore.“ Wieder eine Überraschung. Kein Zweifel: Dieser musikalische Cocktail war gerührt und geschüttelt zugleich. Und vor allem hat er Appetit auf mehr gemacht.
Brigitte Geiselhart


Südkurier vom 01.07.2008

Alles was das Herz begehrt (Auszug)

...Sicherlich ein Höhepunkt der Veranstaltung war der Auftritt des Gesangstrios SAM Puschaps. Marita Hasenmüller, Sabine Hauke und Angelika Fischer jazzten, als würden sie es schon ihr ganzes Leben lang tun. Sie rissen ihr Publikum mit, das lässig mit den Füßen wippte und nicht mit Applaus geizte...
Carmen Reiser


Südkurier vom 28.03.2008

Drei Freundinnen sind gut bei Stimme

Sie sind die "SAM Puschaps": Sabine Hauke, Marita Hasenmüller und Angelika Fischer (von links) freuen sich auf ihren Auftritt am 11. April in der SWR-Fernsehsendung "Kaffee und Tee".

Gute Freundinnen waren sie schon immer, gut bei Stimme sind sie allesamt auch. Allerdings brauchen manche Ideen Zeit, um zu reifen. So war es auch bei Sabine Hauke, Angelika Fischer und Marita Hasenmüller. Dass sie als Gesangstrio "SAM Puschaps" nicht nur erfolgreich in der Öffentlichkeit auftreten, sondern sogar in Rundfunk und Fernsehen präsent sein sollten, daran dachten die drei Häflerinnen nicht im Traum, als sie vor Jahren während einer langen Zugfahrt zusammen saßen und sich überlegten, "hin und wieder ein paar Sachen zu singen".

Inzwischen ist die Idee längst zum Selbstläufer geworden. Wer sie beim Frühstückstreffen der Frauen im November 2007 im voll besetzten Graf-Zeppelin-Haus gehört hat, war mehr als beeindruckt. Begeistert war offenbar auch der Südwestrundfunk, der am 17. Februar in der SWR4-Hörfunksendung "Musik aus dem Land" ein Telefoninterview und Kostproben aus dem Repertoire der Sängerinnen ausstrahlte. Doch damit nicht genug: Vor drei Wochen kam ein überraschender Anruf aus Baden-Baden. Und so dürfen Sabine, Angelika und Marita am 11. April im Dritten bei "Kaffee und Tee" live und vor großem Fernsehpublikum beweisen, was sie gesanglich drauf haben. "Meine Mutter hat unsere CD dorthin geschickt, doch davon wussten wir nichts", verrät Marita Hasenmüller. Offenbar hat die CD den Fernsehmachern gefallen. Kein Wunder. Kultige Titel wie "Ich will keine Schokolade", "Bei mir bist du scheen" oder "Er gehört zu mir" lassen nicht nur Liebhaber der A-cappella-Musik mit der Zunge schnalzen. "Die Arrangements sind zum Glück kein Problem, wenn man eine Kirchenmusikerin in den eigenen Reihen hat", freuen sich Sabine Hauke und Angelika Fischer über die professionelle Unterstützung von Marita Hasenmüller, die als Kantorin von St. Columban und Leiterin vieler Chöre den nötigen musikalischen Background mitbringt.

Sopran, Mezzosopran, Alt - dass die drei Stimmen "extrem gut zueinander passen", das wurde auch schon bei der Straßenmusik 2006 in Überlingen oder während eines gemeinsamen Urlaubs in Prag - wo auf der Karlsbrücke in "Closed Harmony" gesungen wurde - honoriert. Volkstümlich? Warum nicht. Geistlich? Nur zu gern. Jazzig? Aber immer. Dass aufgrund ihrer Initialen und ihres "erfrischenden, ergreifenden und erhebenden" Programms der Name "SAM Puschaps", nicht nur originell, sondern auch passend ist, lag für Sabine, Angelika und Marita schnell auf der Hand. Als Ehefrauen, Mütter und aktiv im Beruf stehende Frauen Zeit für regelmäßige Proben zu finden und sich künstlerisch weiterzuentwickeln - wie etwa beim gesanglichen Coaching bei einer Jazz-Sängerin in Stuttgart - ist schon bedeutend schwerer unter einen gemeinsamen Hut zu bekommen.

"Was uns auffällt, was uns gefällt, das singen wir." Sicher kein schlechtes Erfolgsrezept. Ob sie sich als "Girl-Group" betrachten? "Nein, eher nicht", müssen die drei lachen. "Das ist sicher nicht die richtige Formulierung." Dennoch: "Wir haben ein junges Programm und noch genügend Ideen. Wir sind weiter kollektiv kreativ", sind sich Sabine Hauke, Angelika Fischer und Marita Hasenmüller einig. Man darf also auch in Zukunft gespannt sein und sich auf den Fernsehauftritt und weitere Konzerte der "SAM Puschaps" freuen.
Brigitte Geiselhart


Südkurier vom 12.11.2007

Ausstieg aus gedanklichen Irrwegen

...Nicht nur ein Augen- sondern auch ein Ohrenschmaus war die A capella-Formation "Sam Puschaps" mit Sabine Hauke, Angelika Fischer und Marita Hasenmüller. Selten bereicherte so ein wunderbarer Hörgenuss das Frühstückstreffen im Graf-Zeppelin-Haus...